Ötztal - auf dem Weg zur Tiroler Kletterhochburg

Das Ötztal bewegt sich in Sachen Sportklettern stetig Richtung „Top“:
10 Klettergärten wurden mit umfassender Rast- und Sanitärinfrastruktur ausgestattet. 300 Routen erfuhren unlängst eine umfassende Sanierung. Zur Freude der hiesigen Szene und internationaler Größen wie David Lama.

Eine junge Generation von Sportkletterern schickt sich an, die unbestrittene Alpinhochburg Ötztal auch in ein Sportkletterzentrum ersten Ranges zu verwandeln.
Die Kunde von der Vielfalt und Schönheit der Touren hat weite Kreise gezogen.

Lama und Bacher Partner des Ötztals

Längst ist das 67 km lange Tal mit Schwierigkeitsstufen bis 9a zum Tummelplatz für die Besten der Besten geworden. Allen voran Jungstar David Lama, der mit Ötztal Tourismus nun auch einen engagierten Sponsorpartner gefunden hat. „David ist ein absolutes Aushängeschild für die gesamte Kletterszene. Wir sind überaus froh, dass wir ihn als Partner gewinnen konnten. Besonders deshalb, weil er sich so persönlich vom Kletterangebot angesprochen fühlt und oft privat zum Klettern im Tal kommt“, erklärt Oliver Schwarz, Direktor von Ötztal Tourismus. Neben Lama trägt auch Barbara Bacher, Längenfelder Aushängeschild im Kletterweltcup, das Ötztal-Logo.

Einheitliche Routenqualität

Das Einbohren neuer Haken und die Ausstattung mit entsprechender Sanitär- und Aufenthaltsinfrastruktur in unseren Klettergärten scheuen keinen Vergleich mit Klettergebieten in Frankreich. „Haken sind nun in einheitlichen Abständen von zirka einem Meter angebracht. Die zentralen Gebiete sind modulartig mit Bänken, Tischen und wo dies möglich ist mit WC-Anlagen ausgestattet“, erläutert Gerhard Gstettner, im Ötztal Tourismus verantwortlich für die Angebotsentwicklung im Sport- und Gesundheitsbereich. Somit hat das Ötztal auch für Familien das nötige Umfeld geschaffen. Bis zum Sommer 2008 sollen weitere „Einsteiger-Routen“ folgen. Die komplette Routenliste befindet sich auf www.oetztal.com

Naturkonzept mit Verhaltenskodex

Biologen haben ein umfassendes Naturkonzept entwickelt. Dieses soll die Besucher aus der Welt des Klettersports umfassend über Fauna und Flora der Naturlandschaften aufklären, in welche die Kletterzentren eingebettet sind. „Wir wollen über ein neues Informationssystem vor Ort die örtlichen Begebenheiten dem Sportler erlebbar machen. Dies ist insofern von Bedeutung, als einige der Routen im Naturpark Ötztal liegen. Hier liegt der Fokus auf besonderer Sensibilität im Umgang mit der Natur“, erläutert Gerhard Gstettner. Neben der Hardware gibt es im Ötztal auch jede Menge „weiche“ Dienstleistungen, vor allem für Einsteiger. So führen alle Bergsportanbieter all jene in die Welt der Vertikalen ein, denen danach ist – angefangen von Kindern über Familien bis hin zu Spätberufenen. In der Ötztal Card enthalten sind auch wöchentliche Führungen am Lehner Klettersteig. Apropos: Für die Durchsteigung des Lehner Klettersteigs und der Burgsteiner Wand sind im Längenfelder Informationsbüro von Ötztal Tourismus kostenlose Klettersteigsets erhältlich.

Der Innovationsschub des Ötztals lässt auch benachbarte Regionen verstärkt Investitionen in das Kletterangebot vornehmen. Ein Umstand, den man im Ötztal durchaus begrüßt. „Wir registrieren eine Art Sogwirkung im gesamten Umfeld. Für unsere Gäste kann das nur gut sein, dass sie im Mittelpunkt eines Oberländer Kletterzentrums urlauben. Davon profitieren alle“, so Tourismus-Direktor Oliver Schwarz.

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